Haben Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit?

Das Ehrenamt ist ein zentraler Bestandteil der Hospizarbeit.

Ehrenamtliche begleiten schwerkranke Menschen und ihre Zugehörigen mit Zeit, Aufmerksamkeit und Nähe.

Dabei geht es nicht um Pflege oder medizinische Aufgaben.

Die Begleitung findet im psychosozialen Bereich statt: durch Zuhören, Dasein und Aushalten.

 

Was bedeutet Ehrenamt bei uns?

Ehrenamtliche sind für Menschen in einer besonderen und belastenden Lebensphase da.

Sie schenken Zeit, hören zu, sind präsent und gestalten gemeinsam kleine Momente im Alltag.

Das kann ganz unterschiedlich aussehen, zum Beispiel:

  • Gespräche führen
  • gemeinsam schweigen
  • Spiele spielen oder spazieren gehen
  • einfach da sein

Oft entstehen dabei nicht nur schwere, sondern auch besondere und berührende Momente – geprägt von Dankbarkeit, Nähe und manchmal auch gemeinsamem Lachen.

 

Was Ehrenamt bei uns nicht ist:

  • keine pflegerischen Tätigkeiten
  • keine medizinische Versorgung
  • keine alleinige Verantwortung für schwierige Situationen

Ehrenamtliche sind immer eingebunden und werden fachlich begleitet.

 

Vorbereitung und Begleitung:

Um gut und sicher in die Begleitung zu starten, ist eine Qualifizierung zur Hospizbegleitung erforderlich. Qualifizierung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung 2026

Diese umfasst knapp 100 Stunden und vermittelt unter anderem:

  • Wissen zu Krankheit, Sterben, Tod und Trauer
  • praktische Handlungsmöglichkeiten in der Begleitung
  • Raum für die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen

Während des Ehrenamts erfolgt eine kontinuierliche Begleitung durch:

  • die Koordinatorin
  • regelmäßige Gruppentreffen
  • Supervision
  • Fortbildungen

Ehrenamtliche sind Teil eines Teams und nicht allein.

 

Zeitlicher Rahmen

Das Ehrenamt ist flexibel gestaltbar.

Der zeitliche Umfang richtet sich nach den individuellen Möglichkeiten.

Es gibt kein festes „Muss“ – entscheidend ist, was zur jeweiligen Lebenssituation passt.

 

Entwicklungsmöglichkeiten

Bei Interesse bestehen Möglichkeiten zur weiteren Qualifizierung in:

  • der Trauerbegleitung
  • der Begleitung von Familien mit schwerkranken Kindern

 

Wege ins Ehrenamt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich im Hospizdienst ehrenamtlich zu engagieren:

  1. Direkter Weg in die Hospizbegleitung

durch Teilnahme am Qualifizierungskurs zur Hospizbegleitung.

→ anschließend Einsatz in der Begleitung schwerkranker Menschen

  1. Erster Schritt über den Letzte-Hilfe-Kurs

Der Letzte-Hilfe-Kurs in unserem Hospizdienst bildet die Grundlage für ein Ehrenamt.

Im Anschluss ist ein Einstieg in unterstützende Bereiche möglich, zum Beispiel:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • organisatorische Unterstützung

Die direkte Begleitung von schwerkranken Menschen erfolgt erst nach der Qualifizierung zur Hospizbegleitung.

 

Kontakt und Information

Für Interessierte bestehen verschiedene Möglichkeiten, den Hospizdienst kennenzulernen:

  • Teilnahme an einem Infoabend
  • Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail
  • Vereinbarung eines persönlichen Gesprächstermins

Es erfolgt eine offene und ehrliche Information über die Möglichkeiten des Ehrenamts.