Kategorie Archiv: Allgemein

Neues Angebot: Letzte-Hilfe-Kurse

Der Letzte-Hilfe-Kurs vermittelt Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe der Sterbebegleitung. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit, die auch in der Familie und Nachbarschaft möglich ist. Die Dozentinnen gebent Ihnen das nötige Grundwissen an die Hand und ermutigen Sie, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. Lernen Sie das “kleine Einmaleins der Sterbebegleitung” und damit das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende kennen.

In Kooperation mit der KVHS Wesermarsch bieten wir am 27.04. und am 11.05 jeweils einen Letzte-Hilfe-Kurs in unseren Räumen in der Bahnhofstraße 32 an.

Anmeldungen sind bei der KVHS möglich.

Der Qualifizierungskurs 2023 ist gestartet

Der diesjährige  Vorbereitungskurs für künftige HospizbegleiterInnen ist gestartet und wir freuen uns über neue WegbegleiterInnen in der Hospizbewegung.
Ziel der Hospizhilfe ist es, schwerkranke im letzten Lebensabschnitt stehende Menschen und deren Zugehörige zu unterstützen und zu begleiten. Einfühlsam, fürsorglich und wertschätzend – mit allen bestehenden Fragen, Ängsten und Sehnsüchten. Hospizbegleitung vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und Mut.
Das Seminar ist gezielt auf diese Arbeit im sensiblen Bereich der Hospizbetreuung abgestimmt.
Neben allgemeinen Grundlagen zur Psychologie, Kommunikation und medizinischen Belangen werden auch ethische und rechtliche Aspekte vermittelt. Die bei der Fortbildung erworbenen Fähigkeiten werden es den Teilnehmern erlauben, schwerkranke, sterbende Menschen einfühlsam und kompetent auf ihrem Weg zu begleiten.

❤️Ein herzlicher Dank an Juwelier Wittenburg und ihre Deichengel und Deichbengel

Deiche und Engel haben etwas gemeinsam: Sie schützen den Menschen. Für Michaela Wittenburg lag es daher nahe, ihre Idee von einem handgefertigten, ebenso dekorativen wie dezenten Schmuckstück „Deichengel“ zu taufen.

Die Idee kam ihr 2017 in einer sehr schweren Stunde: Ihr Vater starb, ein Hospizhelfer hielt ihre Hand, tröstete sie und gab ihr Kraft. Voller Dankbarkeit wollte sie etwas von dem, was sie hier an Trost erfuhr, als Lebensmut und Lebensfreude zurückgeben. Der Goldschmiedemeister Jörg Köster half Michaela Wittenburg, ihrer Herzensangelegenheit eine Gestalt zu geben. In der hauseigenen Ellwürder Goldschmiedewerkstatt werden die liebevollen Deichengel seither aus 925er Silber von Swantje Pankratz und Felix Grethe gefertigt – und sie sind längst weit über die Grenzen der Wesermarsch hinaus beliebte Geschenke und Liebeserklärungen. Später kam noch der “Deichbengel” dazu.

Ein Engel wäre natürlich kein Engel, wenn er nicht auch Gutes täte. Jeweils 10 Euro von jedem verkauften Deichengel geht deshalb seit 2017 Jahr für Jahr als Spende an die Hospizhilfe Nordenham.

Wir sind sehr dankbar für diese nachhaltige Unterstützung und freuen uns über eine großzügige Spende von 2110,00€

 

1000,00 € Spende für das Projekt Hospiz macht Schule

Sechs ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen mit entsprechender Fortbildung stehen für das Projekt bereit.

Fünf weitere haben gerade den Befähigungskursus absolviert und stoßen demnächst dazu.

Um die Fortbildungen finanzieren zu können, ist die Hospizhilfe auf Spenden angewiesen.

Die Landessparkasse zu Oldenburg hat jetzt mit einer Spende von 1000 Euro dazu beigetragen, dass die Arbeit an den Grundschulen weitergehen kann. Andreas Vollert, Direktor der LzO Wesermarsch, überzeugte sich davon, dass das Geld, das aus dem LzO-Lotteriespiel „Sparen und Gewinnen“ kommt, gut angelegt ist.

Er informierte sich vor Ort bei der Hospizhilfe über das Projekt „Hospiz macht Schule“ und zeigte sich sehr beeindruckt. „Das ist wirklich eine wichtige und herausfordernde Aufgabe für die Ehrenamtlichen.“

Welthospiztag: Infostand und Tag der offenen Tür

Der Welthospiztag findet in diesem Jahr am 8. Oktober statt. Das Motto 2022 lautet: „Hospiz kann mehr.“ Das Motto ist Hinweis auf die lange Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland im Sinne von: Hospiz kann heute mehr als zu seinen Anfängen. Das Motto steht außerdem für die hospizliche Praxis, durch entsprechende Trauerangebote über den Tod hinaus für die Angehörigen da zu sein.

Anlässlich des Welthospiztages stellen wir   am 07.10.22 mit gleich zwei Aktionen vor , wie wir das Motto „Hospiz kann mehr“ seit über 20 Jahren mit Leben füllen.

Während der Wochenmarktzeiten kann man am Infostand, der in der Fußgängerzone zu finden ist, vorbeischauen.

Von 09:00 – 18:00 sind alle Interessierten außerdem herzlich zum Tag der offenen Tür in den Räumen der Hospizhilfe eingeladen, wo das breite Angebot und die Vereinsaktivitäten vorgestellt werden.

Ehrenamtsausflug auf den größten Parkfriedhof Europas

Endlich konnten wir wieder einen Ausflug machen und uns so bei unseren Ehrenamtlichen bedanken, ohne die nichts ginge.

An einem Samstag ging es nach Hamburg Ohlsdorf, in die Welt der Lebenden und der Toten.

Auf einer geführten Tour wurde ein kleiner Teil des riesigen Geländes erkundet.

Es gab viel zu sehen und zu bestaunen, aber auch Momente zum Innehalten.

Vor allen Dingen gab es aber einfach mal wieder gemeinsame Zeit.

Die Hospizhilfe Nordenham und umzu e.V. erweitert ihr Angebot um eine Trost- und Trauerbank auf dem Friedhof in Atens.

Zu  den vielfältigen Angeboten für trauernde Menschen gesellt sich nun noch ein weiteres offenes Angebot in der Natur.

In Kooperation mit dem Friedhofsverband Nordenham-Blexen wurde auf dem Atenser Friedhof eine Trost- und Trauerbank aufgestellt.

Einmal wöchentlich wird dort eine Trauerbegleiterin zu finden sein, zum Reden, Zuhören oder auch zum gemeinsamen Schweigen.

 

Aufgrund der Herbstzeit wird dieses Angebot zunächst wetterabhängig und flexibel gestaltet, einen festen Tag gibt es nicht. Die Winterpause beginnt nach Totensonntag.

Die Bank findet man zentral auf dem Friedhof  (linker Eingang und immer geradeaus bis zur Wasserstelle).

Vorstandswechsel bei der Hospizhilfe – ein großer Dank an Christine Heckmann

Ämter- und Schlüsselübergabe nach 23 Jahren Vorstandsarbeit

Christine Heckmann hat die Hospizbewegung in Nordenham von an Anfang an begleitet.

Als Gründungsmitglied war Christine Heckmann 1998 dabei, als der Grundstein der Hospizhilfe gelegt wurde. In den folgenden 23 Jahren hat sie nicht nur viele Sachthemen  und Initiativen rund um den hospizlichen Gedanken, sondern auch Menschen bewegt, sich ebenfalls zu interessieren und zu engagieren.

Ihrem Einsatz ist es maßgeblich mit zu verdanken, dass die Hospizhilfe Nordenham und umzu e.V mit vielen ehrenamtlichen Unterstützern und zwei Koordinatorinnen in einem breitgefächerten Angebot  für Menschen da sein kann, die von Tod und Trauer betroffen sind.

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung in den Räumen der Hospizhilfe gab sie ihr Amt als 1. Vorsitzende ab. Mit einer nicht nur symbolischen Schlüsselübergabe wechselte der Vorsitz nach der entsprechenden Wahl an Kirsten Malle.

Die weiteren Vorstandsmitglieder, Karin Miosga (2. Vorsitzende), Brigitte Sitnikow (Kassenführerin) und Claudia Peplau (Schriftführerin), stellten sich zur Wiederwahl und wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung bedankten sich alle bei Christine Heckmann mit vielen anerkennenden Worten und einer Bank, die für die nun dazugewonnene Freizeit und Entspannung dienen kann.

(Bild v.l.n.r.: Kirsten Malle, Karin Miosga, Claudia Peplau, Christine Heckmann – es fehlt Brigitte Sitnikow)

Ganz ohne Worte wird aus Trauer neue Kraft

Ausverkauft war am Freitagabend das Figurentheater der ganz besonderer Art im Güterschuppen an der Müllerstraße. Dabei handelte es sich keineswegs um leichten und unterhaltsamen Stoff. Die Nordenhamer Hospizhilfe hatte anlässlich des Welthospiztages am Sonnabend die Puppenspielerin Sonja Lenneke eingeladen. Die Rheinländerin zeigte im Güterschuppen die Inszenierung ihres Figurentheaters mit dem Titel „Über die Trauer hinaus“, in dem es um Sterben, Tod und Trauer geht.

„Wir versuchen, in jedem Jahr am Welthospiztag etwas Besonders zu machen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Karin Miosga vor der Aufführung. „Eigentlich sollte Sonja Lenneke schon im Herbst 2020 nach Nordenham kommen, doch wegen Corona mussten wir den Termin verschieben.“

Rund fünfzig Minuten dauerte die wortlose Inszenierung, die sowohl für Erwachsene als auch für Mädchen und Jungen ab dem Kindergartenalter gedacht ist. Die Geschichte, die an vielen Stellen verschiedenste Interpretationsmöglichkeiten erlaubt, will Familien Mut machen, sich gemeinsam mit dem Thema Trauer auseinanderzusetzen. Den Dialog mit den Nordenhamer Zuschauern suchte am Freitag auch Sonja Lenneke. Nach der Aufführung fand ein Publikumsgespräch statt, in dessen Rahmen verschiedene Aspekte und Deutungsmöglichkeiten ausgetauscht wurden.

Fünf Jahre hat die Vorbereitung dieses Stückes in Anspruch genommen. Konzipiert wurde das berührende Puppenspiel gemeinsam mit einer Trauerbegleiterin und einem Theaterregisseur. Die Figuren kommunizieren ausschließlich nonverbal mittels Gesten, Berührungen, wenigen Lauten und durch ihre Körpersprache. Gerade durch die intensive Stille entsteht der Raum, der nötig ist, um sich der Tiefe des Themas zu stellen. Am Ende zeigen die Figuren einen möglichen Weg, um die Trauer in Kraft zu verwandeln und um mit schönen Erinnerungen im Reisegepäck neue Wege zu bestreiten.

 

(Quelle:NWZ-Online/Ulrike Krebs)